Viola Schubert-Lehnhardt: Buchbesprechnung: Wie geht Frieden?

Im Alibri Verlag erschien soeben in der Publikationsreihe der Humanistischen Akademie Deutschland (HAD) eine Schrift mit dem Titel “Wie geht Frieden? Humanistische Friedensethik und humanitäre Praxis.” Der Herausgeber dieses Bandes, der Philosoph Ralf Schöppner, beginnt sein Vorwort mit dem Hinweis auf eine „Merkwürdigkeit“ des Begriffs Frieden: er sei „nicht gerade schillernd, kaum aufregungsheischend im Mediengeschäft und auch nicht frei von negativen, zuweilen klischeehaften Assoziationen. Und doch (sei) „Frieden“ ein humanistischer Grundbegriff, denn er (sei) wesentliche Voraussetzung für ein gutes menschliches Leben…“ (S. 7). Logischerweise beginnt der Band daher mit Beiträgen zur historischen Entwicklung dieses Begriffs: Antike (Hubert Cancik), Humanisten der Frühen Neuzeit (Frieder Otto Wolf), humanistische Friedensethik heute (Thomas Heinrichs und Ralf Schöppner). In dieser Gedankenlinie wird insbesondere die zunehmende Ablösung des Begriffs von christlichen Bezügen deutlich. Hervorhebenswert ist in diesem Zusammenhang auch die ausführliche Beschäftigung von Stefanie Hartmannsgruber mit der nahezu vergessenen Pazifistin und Schulreformerin Lilli Jannasch.

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Martin Luther in seiner Zeit

Eine herausfordernde Sicht auf Frauen, Bauern, Juden und Muslime.

Am 25. Mai 2017 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum evangelischen Kirchentag im Rosa Salon eine Podiumsdiskussion zu Martin Luthers umstrittenen Sichtweisen auf Frauen, Bauern, Juden und Muslime statt. Im folgenden wird diese journalistisch überarbeitet wiedergegeben.

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