Jürgen Wolff: Ansichten eines Clowns. Du siehst mich

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da … !

Mein Ziel war der Kirchentag in Berlin, in Pankow war meine Herberge.

Das Motto „Du siehst mich“ passte ganz gut zu meiner ersten Anlaufstation.   Im DDR Museum konnte ich einen Einblick, in das wahre Leben der DDR, bekommen, es ist alles so authentisch.

Du siehst mich, so konnte ich als „Wessi die Ossis sehen“! Ihre Art zu leben, in einem Sozialismus, der ihnen Sicherheit gab, in dem Armut ein Fremdwort war, ebenso wie Soziale Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit, Altersarmut, Altersversorgung, Krankenversorgung, diese unsere heutigen Ängste kannte man nicht.

Diese Sozialen Werte, die uns im reichen Westen bis heute nicht gelungen sind umzusetzen, hier ist die soziale Herkunft der Kompass für den Lebensweg, wären ein guter Beitrag zu einer Wiedervereinigung. So wurde es nur eine Wiedervereinnahmung.

Gehört dieser Staat wirklich ins Museum, oder hätte es sich gelohnt, die sozialen Errungenschaften und damit Willy Brandt, dem Wegbereiter des „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“, mit Stolz zu sagen? „Du siehst mich“ !

Erschüttert hat mich der Terroranschlag von Manchester, der in mir, Erinnerungen an meine Weihnachtsgeschichte Wach rief.

Die Politiker weltweit könnten ihre Beileidsbekundungen speichern und immer wieder bei Terroranschlägen abspielen lassen, ebenso die Sprüche, Ihre Entschlossenheit den Terrorismus zu bekämpfen. In Wahrheit tun sie alles um diesen Zustand aufrecht zu erhalten.

Das Motto des Kirchentages konnte nicht besser gewählt werden, angelehnt an die Bibellosung der alttestamentarischen Geschichte der Sklavin Hagar, die auf der Flucht, in der Wüste einem Engel begegnet und zu ihm sagt: „ Du bist ein Gott, der mich sieht“!

Es ist die Sehnsucht aller Menschen, egal welcher Herkunft, egal welcher Hautfarbe, egal welchen Glaubens, nach „Angesehen sein, wahrgenommen werden“!

Wollen wir wirklich wahrgenommen werden, soll man uns Ansehen.

Haben wir den Mut und das Recht zu sagen „ Du bist ein Gott, der mich sieht“!

Wir, die die Augen verschließen vor Kriegen, Vertreibung, Ausbeutung, Hunger und Elend, von der Gier und Profitsucht der Wirtschaft, von einer Politik die diesen Wahnsinn fördert und Verantwortung dafür trägt, das es irgendwann keinen Menschen auf diesem Erdball mehr gibt.

Es war ein Irrglaube einen sozialistischen Staat mit Mauern und Stacheldraht auf Dauer vor dem Kapitalismus zu schützen.

Es ist ein Irrglaube des Kapitalismus, ohne soziale Gerechtigkeit auf der Welt und ohne Umweltschutz den Kapitalismus zu erhalten.

Demokratie und Freiheit füllen keine Bäuche.

Was sollen die ganzen Sicherheitsvorkehrungen gegen den Terror, der gewachsen ist aus Unterdrückung und dann unkontrolliert in Hass überging.

Was sollen die ganzen Klimakonferenzen, wenn wir, die von uns Menschen verursachten Umweltschäden nicht ernst nehmen. Die Terroranschläge der Natur sind weitaus heftiger, aber bei einem weiter so, ist das Ende absehbar.

Stellen wir uns der Verantwortung und fordern von der Politik, Antworten und Handeln, gegen den weltweiten Terror der Menschen und der Natur.

Füllen wir das Motto des Kirchentages mit Leben, und sagen dann voller Ehrfurcht und Demut ! „DU SIEHST MICH „                                      

Sonst bleibt nur: „… aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert“!

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