Die Bundesregierung muss endlich moderner Sklaverei in Deutschland den Riegel vorschieben

Pressemitteilung von Zaklin Nastic MdB DIE  LINKE,  29. Juli 2020 

„Menschenhandel, Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung finden in Deutschland jeden Tag statt – und immer mehr Menschen sind davon betroffen, darunter viele Arbeiterinnen und Arbeiter aus Osteuropa. Während die Bosse mit Profit und ohne Strafen davonkommen, gehen die Arbeiterinnen und Arbeiter leer aus oder zahlen sogar den Preis ihrer körperlichen Unversehrtheit“, erklärt Żaklin Nastić, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel am 30. Juli. Nastić weiter:

„Ob in der Pflege, Baubranche, Lebensmittelindustrie oder Gastronomie, die Bundesregierung muss sich entscheiden, ob sie weiterhin den Tönnies dieses Landes ihre Wurst vergoldet oder endlich wirksame Maßnahmen ergreift, um moderne Sklaverei in Deutschland unmöglich zu machen. Da reicht das beschränkte Werkvertragsverbot von Arbeitsminister Heil lange nicht aus.

Es ist absolut nötig aufzuzeigen, dass tägliche Gewalt und Verletzung der Menschenwürde nicht allein in Krisenregionen stattfindet, sondern in Betrieben, Häusern und auf Straßen dieses Landes. Insbesondere auch im informellen Sektor müssen wirksame politische Maßnahmen ergriffen werden, um moderne Sklaverei zu verhindern. Dass Frauen und Kinder im globalen Kontext in rund 70 Prozent der Fälle betroffen sind, ist darüber hinaus kein Zufall, sondern vergegenwärtigt den Zusammenhang von Macht und Missbrauch.“

 

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