Pressemitteilung von Zaklin Nastic MdB DIE LINKE, 29. Juli 2020
„Menschenhandel, Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung finden in Deutschland jeden Tag statt – und immer mehr Menschen sind davon betroffen, darunter viele Arbeiterinnen und Arbeiter aus Osteuropa. Während die Bosse mit Profit und ohne Strafen davonkommen, gehen die Arbeiterinnen und Arbeiter leer aus oder zahlen sogar den Preis ihrer körperlichen Unversehrtheit“, erklärt Żaklin Nastić, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel am 30. Juli. Nastić weiter:

Der Feiertag für Christi Geburt wurde zum Todestag für den unbeugsamen Reformator Andreas Bodenstein alias Karlstadt. Am 24. Dezember 1541 endete sein Lebensweg in Basel. Er hatte als Professor der Theologie an der Universität in Wittenberg gelehrt, einer seiner Studenten war Martin Luther, den er 1512 zum Doktor der Theologie promovierte. Nur dreizehn Jahre später verwies ihn der Kurfürst von Sachsen, Friedrich der Weise, als gefährlichen »aufrührerischen Geist« aus seinem Land. Sein ehemaliger Schüler Luther gab den Ratschlag, ihm »ewigliches Schweigen« zu gebieten. Nach Jahren der Flucht fand Karlstadt Aufnahme an der Basler Universität und der Kirche St. Peter. Hier konnte er wieder seine Gedanken verkünden, die weit über Glaubensfragen hinaus die brennenden sozialen Probleme der Zeit aufgriffen.