Einige Werke von Ulrich Duchrow zum Herunterladen

Auf der Website von Ulrich Duchrow können zwei seiner Bücher jetzt als PDF heruntergeladen werden. Auf eines hat er während des Kirchentages immer wieder hingewiesen:

Solidarisch Mensch werden.

Das zweite Buch ist allerdings ebenfalls lesenswert:

Alternativen zur kapitalistischen Weltwirtschaft.

Prof. Ulrich Duchrow : Mit Luther, Marx und Papst Franziskus gegen Kapitalismus

Prof. Ulrich Duchrow

Der Kapitalismus – also die vom Kapitalwachstum angetriebene imperiale Wirtschaft und Lebensweise als Gesamtzivilisation – muss überwunden werden, auch wenn noch nicht klar ist, wie das im Einzelnen geschehen kann und wird. Denn Ausbeutung, Ausgrenzung, soziale Spaltung und ökologische Zerstörung sind im Kapitalismus so untrennbar miteinander verbunden, dass ihn ein schöner, aber begrenzter Planet nicht auf Dauer als Parasit ertragen kann. Von daher ist das klare »Ja« zur Überwindung der geldgetriebenen Zivilisation und damit ein klares »Nein« zur kapitalistischen (Un-)Ordnung die unabdingbare Grundlage von allem Weiteren.

Für die Bewusstwerdung der Bevölkerung auch in den Breiten, die noch zu profitieren meinen, ist es deshalb von außerordentlicher Bedeutung nachzuweisen, dass die Propheten, die Tora, der Buddha, Jesus, Mohammed, die Reformbewegungen im Mittelalter, Luther und andere Reformatoren bis hin zur heutigen Ökumene und Papst Franziskus aus theologischen und philosophischen Gründen Nein zum Geldfetischismus auf dessen verschiedenen Entwicklungsstufen sagen.

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Gemeinwirtschaft stärken

Auf der Flugschriftverantstaltung „Den Kapitalismus überwinden. Mit Luther, Marx & Papst.“ am 25. Mai in der Emmauskirche in Berlin ruft Bodo Ramelow zu mehr genossenschaftlichen Handeln auf. Der Gedanke der Gemeinwirtschaft sei trotz der Fehlerentwicklungen von „Neue Heimat“ und „KOOP“ durchaus richtungsweisend. Er will auch künftig für konkrete Veränderungen für die Menschen eintreten, wie eine gute Gesundheitsversorgung für alle, statt renditeorientierte Krankenhauskonzerne, für eine Rente die von allen erwirtschaftet wird und deshalb auch nicht den Kapitalmärkten ausgeliefert werden darf, sondern in einem gerechten Umverteilungssystem in das alle Einkommen einbezogen werden müssen, auch Vermögenseinkommen ohne Bemessungsgrenzen, sondern nach Leistungsfähigkeit. Für eine solche Bürgerversicherung für Rente und Gesundheit würde er auch künftig werben.

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Jürgen Wolff: Ansichten eines Clowns. Du siehst mich

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da … !

Mein Ziel war der Kirchentag in Berlin, in Pankow war meine Herberge.

Das Motto „Du siehst mich“ passte ganz gut zu meiner ersten Anlaufstation.   Im DDR Museum konnte ich einen Einblick, in das wahre Leben der DDR, bekommen, es ist alles so authentisch.

Du siehst mich, so konnte ich als „Wessi die Ossis sehen“! Ihre Art zu leben, in einem Sozialismus, der ihnen Sicherheit gab, in dem Armut ein Fremdwort war, ebenso wie Soziale Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit, Altersarmut, Altersversorgung, Krankenversorgung, diese unsere heutigen Ängste kannte man nicht.

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Helge Meves: Alles nur Opium des Volkes, alles nur Seufzer?

In der Linken wird die Frage nach der Religion nicht selten mit dem Hinweis darauf, dass das eh‘ alles „Opium des Volkes“ oder „Seufzer der Kreatur“ seien. Aber was meint Marx damit und was sind die Konsequenzen daraus?

Alles nur Opium des Volkes, alles nur Seufzer? Über Vorschein und Praxis utopischer Religionen bei Marx und die Hybris einiger aufklärerischer Religionskritiker. In: Neues Deutschland vom 23. Mai 2017, Schwerpunkt, S. 18. [Der Essay erschien in der Printausgabe ohne Download als .pdf sowie online textidentisch mit Textnach- und Hinweisen]  Online  und Download als .pdf

Helge Meves: Nun sag‘, wie hältst du‘s mit der Religion? …

… die Religionspolitik und das Verhältnis zum Islam in den Entwürfen zu den Bundestagswahlprogrammen von SPD, Grünen, FDP und LINKEN. In: DISPUT Mai 2017 S. 22/23 Download des Essays als .pdf

Der Teil zur AfD ist bei Gelegenheit eines Rezensionsessays für die Sonderausgabe des DISPUT zum Kirchentag, S. 3 erschienen: Nächstenliebe kennt keine Obergrenzen. Rezension zu AfD, Pegida & Co. Angriff auf die Religion? Freiburg, Herder, 2017.

RLS-Paper: Kapitalismus als Religion – aktualisierte Neuauflage erschienen

Dokumentation von Beiträgen des Seminars auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013. Aktualisierte Ausgabe 2017.

Als PDF hier herunterladen.

Beiträge von Ulrich Duchrow, Franz Hinkelammert, Franz Segbers und Michael Brie.

«… dass es so weiter geht, ist die Katastrophe», schreibt Walter Benjamin schon in den 1930er Jahren, damals angesichts der faschistischen Gefahr und des drohenden zweiten Weltkriegs. Er befragt den Absolutheitsanspruch des Kapitalismus, der sich alternativlos längst als Religion gebärdet – Kapitalismus als Religion. Aber gerade die Alternativlosigkeit wird immer wieder von Linken (Christen, Marxisten, Sozialisten) in Frage gestellt. So wird in der Theologie der Befreiung seit vierzig Jahren der Kapitalismus auch darauf hin befragt, ob er mit seinen vielfältigen Formen individueller und kollektiver «Bestrafung» (vom Mangel an Essen, Kleidung, Gesundheitsversorgung, Wasser, Bildung bis zum Mangel an Arbeit, sozialen und demokratischen Rechten, von Embargo bis zum Krieg) sich nicht längst als Religion gebärdet? Was bedeutet es heute konkret, wenn Kapitalismus zur Religion wird? Wo müssen Gesellschaftskritik und Kämpfe um gesellschaftliche Alternativen heute ansetzen?

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Wann gilt in Berlin endlich das Grundgesetz?

Der Berliner Zeitung zu Folge wurde einer Berliner Lehrerin verboten, das Symbol eines Fisches als Anhänger in der Schule zu tragen. Der Lehrerin war schon das Tragen eines Kreuzes in der Schule untersagt worden, worauf diese jetzt das Symbol der Urchristen anlegte. Nach dem Neutralitätsgesetz sind in Berlin den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes religiöse Symbole in öffentlichen Einrichtungen verboten.

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Ilsegret Fink: Luther und sein Antijudaismus

Wer über Martin Luther spricht, darf seinen folgenschweren Hass gegen Juden nicht verschweigen. Seine Schrift: „Von den Juden und ihren Lügen“ ist fast vierhundert Jahre später zum fatalen Drehbuch des größten staatlich organisierten Judenprogroms der deutschen Geschichte geworden. Das war der Auftakt einer angeblich wissenschaftlichen Rassenlehre, durch die im II. Weltkrieg dann europaweit 6 Millionen Juden ermordet wurden. Heute muss die Frage beantwortet werden, warum Antijudaismus das christliche Abendland – also so auch Luther–   geprägt hat.

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